Donnerstag, 10. November 2005

EINLADUNG

Einsam sind wir in den unendlichen Weiten des Netzes.
Zuweilen Echos erklingen in sternklaren Räumen.

So Du Licht bringen magst in meine Träume,
Du, der Du von Fern dahergestreunt kamst,
hinterlasse doch hier ein Wort der Resonanz.

8 Comments:

Anonymous Monika (momo1871) said...

Deine Gedichte und Lieder sind einfach wunderbar...und tragen irgendwie Weltschmerz in sich...wunderbare Art es zu zeigen

August 13, 2006  
Anonymous Anonym said...

Hey Stefan,

über Flos Website und den Link auf deiner galerie hab ich hierher gefunden. Und jetzt ist mir auch klar, warum man immer genau gehört hat, wenn du und nicht jemand anders den Gong geschlagen hat. Oder besser, man hat es gehört, wenns jemand anders war. Aber ich lass mich ablenken, bin eigentlich gerade dabei, eine neue CD fertigzustellen. Es scheint, als sei nicht viel übrig bei mir von der im Zentrum erlangten Gegenwärtigkeit. Konzentration & Selbstdisziplin fallen ziemlich schwer. Aber vielleicht ist das normal, nach dem ersten Seminar.
Beste Grüße
Tobias

www.myspace.com/tobiaspanwitz

Oktober 17, 2006  
Blogger Miss Ujevic said...

Hallo Traumstreuner,
danke dir für deine Gedichte. Wenn ich wieder etwas Energie und Lust habe, werde ich etwas zu deinen Texten schreiben.


Liebe Grüße,
Lina


(Bist du etwa der Stefan aus Dossenheim? Wir hatten schonmal bei xing versucht Gedichte auszutauschen?, wenn nicht, einfach diese Zeilen nicht beachten :-)

Juni 06, 2007  
Blogger Miss Ujevic said...

Traumstreuner,
hätte gerne zu deinen Versen geschrieben,
einfach meine Gedanken gleiten lassen, aber da Netz
mit all seinen Einstellungen,
ließ es nicht zu.
Danke für Deine Worte,
schreib doch bitte wieder,
schreib, was dich heute bewegt.
Lina

Juni 10, 2007  
Blogger Frau Feder said...

Schreibend die Welt entdecken ob in sich oder im Außen, du hast diese Fähigkeit und ich wünche dir von Herzem, dass du diese besondere gabe imer weiter pflegst und sie den Menschen darreichst...deine Seiten, deine Texte und auch Fotos sind seshr bewegend, tief und schön, voller Lebendigkeit und Sehnsucht, weiter so wünscht Frau Feder!

November 16, 2007  
Anonymous Anonym said...

Sooo beautiful and touching...

Oktober 10, 2017  
Anonymous Heiner Thiessen said...

Vom Hinnehmen

Wir haben es hingenommen,
Als unsere Mütter genommen wurden.
Beim Vormarsch der Fronten aus Ost und West.
Wir haben es hinnehmen müssen,
Denn unsere Väter waren Besiegte und Gefangene.
Nicht länger Bilder von Kraft und Erfolg,
Nur noch von Schande und sprachloser Scham.

Wir haben es hingenommen,
als man uns, unmündigen Kindern gleich, neu erzog.
Als man mit Fingern auf uns zeigte
Über das Grauen, das kaum Vergangene
Wir haben es hinnehmen müssen,
Dass unser schönes Land
Von Stacheldraht und Minen der Sieger zertrennt

Wir haben es hingenommen
uns gegenseitig mit Hass und Argwohn zu betrachten
Gehorsam neuen Befehlen der Sieger ergeben.
Gelehrige Schüler der neuen Meister auf beiden Seiten
Mit neuen Kleidern und neuen Liedern
Die uns bald glauben machten
Dass wir dazu gehörten, weil wir ein tüchtig, hörig Volk.

Wir haben es hingenommen
Als Gäste und Fremde kamen, im Land neu zu siedeln
als ganze Strassenzüge und Viertel uns entglitten
Und die Reise im Zug einem Trip durch den Maghreb glich


Wir haben es hingenommen
Als man erneut unsere Töchter und Enkelinnen nahm
Weil unsere Väter in uns nur Taubheit und Scham gesät
Und Kraft und Stolz auf unser Land nicht tugendhaft mehr waren

Wir haben es hingenommen, schweigsam alle,
Als unsere Führerin die kleine deutsche Flagge stahl,
Dem Manne der freudig sie zu schwenken gedachte
Sie warf die Fahne fort mit Unmut und Abscheu in den Augen
Und keiner, nicht ein Einziger schien Mut und Kraft zu haben
Ihr entgegenzutreten und das Hinnehmen von nun an zu lassen.


Wir haben es hingenommen, noch immer schuldig und blind
Daß jetzt unsere Kinder getötet werden in unseren eigenen Städten
im Namen eines fremden feindseligen Gottes,
Opferlämmern gleich auf strafenden Altären,
Weil wir verachtet werden für unser kinnloses Hinnehmen.


Wir haben all dies hingenommen
Und mehr noch wird folgen in den Jahren voraus
Weil nach so viel Hinnehmen in unseren zagen Köpfen
Nichts mehr verblieben ist, als Angst und Scham davor,
in den blinden beschlagenen Spiegel zu schauen.

HT *1942
Seit 1974 in der Fremde
Jan 2019

März 03, 2019  
Anonymous Heiner Thiessen said...

Gerne hätte ich Dir gegenüber gesessen.
Deine Sprache berührt meine Schatten.
Meine Schwingen werden gestreift davon
Und das Verweilen wird erträglicher
Eratosthenes schaute in den tiefen Brunnen
Um sich hinabzusinken nach soviel Dunkel
Heiner

März 06, 2019  

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